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Fundgrube "Himmelsfürst"

Die Himmelsfürst Fundgrube wurde 1572 verliehen. Bis Mitte des 18. Jh. war sie eine kleine unbedeutende Grube, die mit wechselndem wirtschaftlichen Erfolg arbeitete. 1746 errichtete man ein Kunstgezeug im späteren Zentrum der Grube. Damit konnten die Tiefbaue dauerhaft wasserfrei gehalten und neue Erzmittel aufgeschlossen werden. Einen enormen Aufschwung nahm der Grubenbetrieb ab 1747, da ungewöhnlich reiche Silbererze gefunden wurden. 1750 wurde hier letztmalig ein "Erbbreiten", eine feierliche Grubenfeldvermessung, abgehalten. Ab dieser Zeit warf die Grube bis zum Kauf durch den sächsischen Staat 1886 ununterbrochen Gewinn ab. Damit hat die Grube den Spitzenplatz unter den Silberbergwerk Sachsen.

Hutten bei Himmelsfürst

Hutten bei Himmelsfürst

1818 prägt man aus Anlaß des fünfzigjährigen Regierungsjubiläum des Königs Friedrich August und der seit 50 Jahren unterbrochen Ausbeutezahlung der Grube eine Ausbeutemedaille. Als letzter großer Schacht wurde ab 1860 der Glück-Auf-Schacht, der das Westfeld der Grube besser erschloß, angelegt. In seiner größten Ausdehnung nahm das Grubenfeld eine Fläche von 12 Quadratkilometern ein.

Neuer Segen Gottes

Neuer Segen Gottes

Das waren Schmiedearbeiten an Trögen und Wagen sowie das Hufbeschlagen der Pferde. Typisch für die Bergschmiede war zu der Zeit, das nicht nur ein Feuer sondern mehrere brannten. Bewohnt wurde die Alte Schmiede von einem Obersteiger.

Bergschmiede 18. Jahrhundert

Bergschmiede aus dem 18. Jahrhundert

Die Bergschmiede hatte als Bergwerksgebäude einen besonderen Rechtsstatus. Sie untersanden der Berggerichtsbarkeit. Neben gewissen Steuerbefreiungen war für sie eine Schankberechtigung von Bedeutung. Dort durfte den Bergleuten nach Schichtende als "Labetrank" Bier verabreicht werden. Da die Kapizität der alten Schmiede nicht mehr ausreichte, baute man 1893/94 nebenan die Neue Bergschmiede.

Mit der Stillegung des Himmelsfürster Bergbaus 1913 blieben beide Anlagen als Baukörper erhalten und dienten dann als Lagerhallen. 1945 wurde dann die alte Bergschmiede abgebrochen.

"Himmelsfürst Schmiede"

"Himmelsfürst Schmiede"

In der Blütezeit der Grube im 19. Jahrhundert, 1858, baute man ein neues Huthaus

In der Blütezeit der Grube im 19. Jahrhundert, 1858, baute man ein neues Huthaus

Frankensbraun

Von 1889 an stand auf dem Frankenschacht, dem Hauptschacht der Grube Himmelsfürst, ein eisernes Fördergerüst für die Dampfförderanlage, die damals den alten Wassergöpel ersetzte.

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